Gewinnspiele in Umfragen gemäß DSGVO

Gewinnspiele in Umfragen – Sind diese nach neuer DSGVO noch erlaubt?

Anreize in Form von Incentives sind ein allgemein gutes Mittel, um die Teilnahmequote an einer Umfrage zu steigern. Ob Freebies wie Produktproben, Gewinnspiele oder andere Goodies. In allen Fällen ist jedoch die Abfrage einer E-Mail-Adresse zur Kommunikation erforderlich. Doch dürfen wir das nach der neuen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) überhaupt noch? Oder droht uns jetzt eine Strafe?

Wir können Sie beruhigen – ja, wir dürfen. Das wird ab dem 25. Mai 2018 jedoch mit Einschränkungen bzw. mit einer sauberen, transparenten Kommunikation und Nutzung einhergehen, die einige Veränderungen mit sich bringen.

Warum überhaupt incentivierte Umfragen?

Die Teilnahmequote einer Umfrage hängt von verschiedenen Punkten ab. Generell wird diese davon beeinflusst, wie hoch die Bindung des Teilnehmers zum Autor der Umfrage ist. Ist diese hoch, sprich ich habe zu dem Unternehmen/Produkt eine persönliche Bindung, bin ich auch gerne bereit mein Feedback zu geben. Ist diese niedrig, muss ich mich schon überzeugen lassen an der Umfrage teilzunehmen.

In und für diesen Fall sind Incentives eine gute Strategie, um die Teilnahmequote zu erhöhen. Um aber ein Gewinnspiel anzubieten, müssen wir von dem Teilnehmer personenbezogene Daten erfragen, um diesen den Gewinn aushändigen zu können. Das wiederum würde aber der Strategie widersprechen, die Befragung anonym zu gestalten, um auf diese Weise eine hohe Teilnahmequote zu erzielen.

Doch vielen ist nicht bewusst, dass sich beide Strategien nicht gegenseitig ausschließen, sondern optimal miteinander verknüpft werden können. Sie können die Befragung komplett anonym durchführen und trotzdem ein Gewinnspiel integrieren. Aber schauen wir uns doch erstmal die Regeländerungen der neuen DSGVO an!

Was ändert sich mit der DSGVO?

Die Erhebung und Nutzung von persönlichen Daten regelten bisher das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) sowie das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG). Durch die am 25. Mai 2018 in Kraft tretende Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) werden diese jedoch abgelöst. Im Bereich der Datenerhebung und Nutzung sind besonders die Informationspflicht für mehr Transparenz, der Nachweis der Zustimmung zur Speicherung von Daten und das Widerspruchsrecht, interessant.

Genauer betrachtet sind Unternehmen in Zukunft dazu verpflichtet von Anfang an für mehr Transparenz bei den betroffenen Usern zu sorgen, indem sie sie über die Art und Weise der gespeicherten Daten informieren. Dazu gehören unter anderem:

  • der Zweck der Verarbeitung,
  • die Kategorien der verarbeiteten Daten,
  • die Empfänger oder Kategorien von Empfängern, gegenüber denen die Daten offengelegt werden, insbesondere wenn die Offenlegung außerhalb der EU oder des EWR stattfindet,
  • die Dauer der Speicherung der Daten oder die Kriterien für die Festlegung dieser Dauer,
  • das Bestehen eines Rechts auf Berichtigung oder Löschung der Daten oder auf Einschränkung der oder Widerspruch gegen die Verarbeitung sowie
  • das Bestehen eines Beschwerderechts bei einer Aufsichtsbehörde.

Und last but not least – die Rechenschaftspflicht. Was die besagt? Dass ab dem 25.05.18 in Art. 5 Abs. 2 DSGVO, die Verantwortlichen unter anderem die oben bereits erwähnten Grundsätze nicht nur einhalten, sondern unbedingt und zu jeder Zeit auch nachweisen müssen, wenn danach verlangt wird. Falls diese genannten Punkte nicht eingehalten werden, droht in Zukunft eine Abmahnung und auch ein Bußgeld, welches sehr große Summen erreichen kann (bis zu 4% des weltweiten Jahresumsatzes des vorangegangenen Geschäftsjahres)!

Was bedeutet das für ein Gewinnspiel innerhalb einer Umfrage?

Die neuen Regeländerungen beziehen sich natürlich auch auf Gewinnspiele in Umfragen. Zwar sind diese – wie vorab bereits erwähnt – ein wunderbares Mittel um die Teilnahmequote an Umfragen zu erhöhen, jedoch sind diese nicht selten auch mit anderen Zwecken verbunden. Darunter vor allem Werbung. Falls das also eine Ihrer Absichten sein sollte, muss das dem Verbraucher auch klar und deutlich übermittelt werden, da Ihnen ansonsten eine Strafe droht.

Deswegen unbedingt merken: Alle Informationen und Benachrichtigungen müssen klar und verständlich erfolgen. Die Absicht sowie der Absender dürfen auch in Umfragen unter keinen Umständen verheimlicht werden – wer also seine E-Mail für eine Leistung hergibt, darf nicht automatisch regelmäßigen Newsletter erhalten.

Wie kann das mit easyfeedback umgesetzt werden?

Gerade in Bezug auf die neue DSGVO ist die Umsetzung von incentivierten Umfragen mit easyfeedback kein Problem. Die speziell dafür entwickelte „Newsletter-/Gewinnspielfrage“ bietet die Option die Daten „Anonym und somit getrennt zur Befragung“ zu erheben. Dadurch kann die Befragung anonym inklusive der Gewinnspielfrage durchgeführt werden.

Folgendes Beispiel zeigt, wie eine Gewinnspielfrage mit easyfeedback in Ihrer Umfrage aussehen könnte:

Beispielhafte Gewinnspielfrage in einer Umfrage

Personenbezogene Daten erheben ja, aber bitte nur mit AVV-Vertrag

Wer mit einem Dienstleister personenbezogene Daten erhebt, speichert und verarbeitet, muss mit diesem einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung abschließen. Dieser regelt das Vertragsverhältnis zwischen Verantwortlichen und Auftragsverarbeiter.

easyfeedback bietet Ihnen in diesem Bereich viel Unterstützung, um es Ihnen möglichst einfach zu machen, damit Sie sich auch weiterhin auf Ihr Business konzentrieren können.

Zum einen haben wir in unserem Datenschutzbereich den hier angesprochenen Vertrag zur Auftragsverarbeitung bereits für Sie vorbereitet, zum anderen aber auch weitere Dokumente und Leitfäden.

DSGVO mit easyfeedback

Abschließend kann man sagen, dass durch die neue DSGVO der Datenschutz verschärft wird. Jeder ist mittlerweile sensibilisiert und viele haben ihre berechtigten Bedenken. Personenbezogene Daten können nach wie vor erhoben werden, nur müssen die Prozesse jetzt detailliert beschrieben, dokumentiert und datenschutzkonform behandelt werden.

Mit easyfeedback sind Sie bestens gerüstet. Neben den formalen Punkten, bieten wir auch technische Features zur DSGVO und Unterstützen Sie bei Fragen.