Qualität der Umfrage durch die richtige Fragestellung

Schon im Kindesalter werden wir von unseren Eltern und Lehrern darauf hingewiesen, dass Oberflächlichkeit schnell zum Problem werden kann. Auf den Inhalt kommt’s an und das gilt auch für die Fragestellung im Rahmen einer Umfrage. Denn, um im Schulalter zu bleiben, bei professionellen Umfragen gibt es sehr wohl „dumme“ im Sinne von falsch gestellten Fragen.

 

Gezielt gestellte Fragen erhöhen die Qualität der Umfrage

Wer genau fragt bekommt auch genaue Antworten. Eine Umfrage lebt von der Vergleichbarkeit der Antworten, nur so können belastbare Schlussfolgerungen aus den Ergebnissen gezogen werden. Gelingt es nicht die Fragen und Antwortmöglichkeiten gut zu normalisieren fallen die Antworten zu unterschiedlich aus. Selbst Menschen mit identischen Bildungsgrad und in der gleichen Altersgruppe können ein Produkt beide gut finden, aber in einer Umfrage unterschiedliche Ergebnisse liefern. Während sich dies in einer Umfrage mit vorgegebenen Antwortmöglichkeiten bei einer ausreichend großen Teilnehmerzahl noch ausgleichen mag bilden offene Fragen mit Freitextantwort eine ganz andere Herausforderung, sowohl in Fragestellung als auch in der Auswertung.

 

Konsequenzen von zu allgemeinen Fragen

Konkretisiert man sein Anliegen in der Fragestellung nicht ausreichend erhält man unpassende und amüsante Antworten. Bei easyfeedback haben wir eine Beispielumfrage, diese ist vollkommen öffentlich und anonym. Eine Frage darin lautet:

„Welche Informationen haben Sie nicht gefunden?“

Die Antworten darauf sind sehr bunt, um es diplomatisch auszudrücken. Wir haben hier eine Liste der Top 10 unpassenden Antworten aufgestellt:

  1. 1. test
  2. asdf
  3. Alles
  4. Weiss nich
  5. **** ****
  6. wo kann ich an umfragen für geld mitmachen
  7. alle nach denen ich nicht gesucht habe
  8. weil ich nie benuts habe
  9. Wie werde ich gesund?
  10. can i haz cheezburger

Wie unschwer zu erkennen ist erhält man mit solch einer viel zu allgemeinen Frage eine Menge an unnützen Antworten. Selbstverständlich haben wir auch gute und sinnvolle Antworten erhalten, aber wir wollen hier ja die negative Seite solcher Fragen darstellen. Eine Demoumfrage erscheint jetzt vielleicht nicht sonderlich repräsentativ, allerdings haben Gespräche mit Kunden gezeigt dass solche Antworten auch bei Kunden- und Mitarbeiterumfragen vorkommen. Gänzlich ausschließen kann man das natürlich auch mit der vermeintlich perfekten Fragestellung nicht, jedoch die Masse einschränken. Versuchen Sie also jede Frage immer so konkret wie möglich zu stellen, fragen Sie Kollegen oder auch Freunde die mit dem ganzen Thema nichts zu tun haben. Da sich Umfragen binnen kurzer Zeit oft nur schwer reproduzieren lassen, schließlich haben die Mitarbeiter oder Kunden noch andere Dinge zu tun als ihre Fragen zu beantworten, sollte eine Umfrage stets gut geplant sein.