Der ideale Aufbau einer Seminarbewertung mit einem Feedbackbogen

6 Minuten Lesezeit
Dennis Wegner
Dennis Wegner

Seminar gehalten und kein Feedback der Teilnehmer eingeholt? Nicht optimal.

Jetzt fehlen wichtige Informationen zu den persönlichen Eindrücken der Veranstaltungsbesucher über das gehaltene Seminar. Damit entgeht dir zu erkennen, wo Optimierungsbedarf besteht, um dein Seminar nachhaltig qualitativ und erwartungskonform zu verbessern.

 

Warum sollte ich mein Seminar bewerten lassen (Ziele)?

Ganz einfach. Mit Bewertungen aus Feedbackbögen erhältst du aus erster Hand die persönlichen Eindrücke deiner Veranstaltungsbesucher, über dein Seminar.

Lerne die Erwartungen und Bedürfnisse der Teilnehmer kennen, optimiere die Veranstaltungsabläufe, passe die Inhalte bedarfs- und zielgruppengerecht an und erweitere aus dem vorhanden Feedback dein Seminarangebot.

Nur durch eine nachhaltige Verbesserung der Qualität deiner Lehrveranstaltung, kannst du den Erfolg des Seminars gewährleisten und damit die Kundenbindung stärken. Bringe deine Schulungsveranstaltung auf das nächste Level und erschaffen ein außergewöhnliches Teilnehmererlebnis.

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Zu welchem Zeitpunkt im Seminar sollte ich das Feedback der Teilnehmer einholen?

Wann der beste Zeitpunkt zum Einholen des Teilnehmer-Feedbacks ist und wie oft diese befragt werden sollen, kann nicht genau gesagt werden. Es gibt mehrere Möglichkeiten und Zeitpunkte das Feedback deiner Veranstaltungsbesucher zu erfragen.

Im Folgenden zeigen wir dir mehrere Optionen wann du Feedback von deinen Seminarteilnehmern erheben kannst:

Möglichkeit 1: Nach der Veranstaltung

Einer der häufigst verwendeten Zeitpunkte Seminar-Feedback von den Teilnehmern einzuholen, ist entweder direkt nach Abschluss der Veranstaltung oder ein paar Tage später.

Denn nach der Veranstaltung haben die Teilnehmer eine abgeschlossene Meinung über die vermittelten Inhalte und den vorgefunden Rahmenbedingungen. Auch vom Ablauf der Veranstaltung (strukturiert oder chaotisch) konnten sich die Veranstaltungsbesucher ein klares Bild machen.

Falls die Umfrage ein paar Tage später, nach Abschluss der Lehrveranstaltung, erst an die Teilnehmer verschickt wird, so haben vermutlich einige dieser Teilnehmer bereits erste Erfahrungen mit den gelernten Inhalten sammeln können. Damit erhältst du womöglich noch aussagekräftiger Antworten auf deine Fragen.

Nachteil der Möglichkeit ist, wenn du direkt im Anschluss an das Seminar um Feedback bittest, viele eventuell keine Lust mehr haben jetzt einen Fragebogen zu beantworten, oder wenn die Umfrage erst ein paar tage später stattfindet die Teilnehmer gedanklich schon so weit entfernt sind, dass die Teilnahmequote vermutlich gering ausfallen wird.

Zusätzlich kann es sein, dass Eindrücke die während der Veranstaltung auf den Teilnehmer einwirken, zu einem späteren Zeitpunkt nicht mehr vorhanden sind.

Möglichkeit 2: Vor dem letzten Programmpunkt

Schon einmal daran gedacht, die Seminarbefragung vor Beginn des letzten Programmpunkts durchzuführen?

Wenn du den Zeitpunkt der Befragung vor den letzten Programmpunkt legst, kannst du zum einen sicher sein, dass noch alle Teilnehmer Vorort sind. Ebenfalls hast du von allen Teilnehmer die gewünschte Aufmerksamkeit – wenn du nicht gerade um eine geraume Zeit das Seminar überzogen hast.

Mit dieser Möglichkeit wirst du vermutlich die höchste Teilnahmequote erzielen bei nur einer eingesetzten Befragung für das Seminar.

Des Weiteren kannst du bei dieser Möglichkeit die Ergebnisse noch direkt mit den Seminarteilnehmern teilen. Wenn du z.B. die Zufriedenheit abgefragt hast, wäre dies ein guter Ansatzpunkt, um noch in der Seminarrunde positives und negatives zu besprechen.

Der Nachteil wäre, dass wenn du Praxisaufgaben vermittelt hast, dass diese zu diesem Zeitpunkt noch nicht umgesetzt werden konnten und du darüber noch kein Feedback einholen kannst. Jedoch kannst du zu praktischen Umsetzungsbereichen noch eine separate Befragung ein paar Tage später aussenden.

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Finde den idealen Zeitpunkt der Seminarbewertung in dem du verschiedene Möglichkeiten ausprobierst.

Möglichkeit 3: Während des Seminars

Eine weitere Möglichkeit wertvolles Feedback von den Seminarteilnehmer zu erhalten, wäre nach jeder Pause oder jedem Themenblock.

Diese Methode hat den großen Vorteil, dass du mehrere kurze Fragebögen verwenden kannst, die gezielte auf die einzelnen Themenblöcke des Seminars eingehen.

Mit der kürze des Fragebogens steigerst du die Motivation der Seminarbesucher, da die Fragebögen sehr kurz sind und schnell beantwortet werden können. Damit steigt auch die Qualität der Antworten, weil die frischen Eindrücke direkt in Feedback umgewandelt werden.

Zudem wirst du bei dieser Möglichkeit vermutlich von jedem Teilnehmer Feedback zu deinem Seminar erhalten.

Möglichkeit 4: Während und nach dem Seminar

Wenn du Online-Seminarumfragen mit einem Befragungstool wie easyfeedback nutzt, hast du ein flexibles Werkzeug in der Hand, um das Feedback deiner Veranstaltungsteilnehmer zu jedem Zeitpunkt mehrfach einzuholen.

Somit ich kannst du das Einholen des Feedbacks auch kombinieren. Themenrelevantes Feedback direkt im Seminar, und allgemeines Feedback im Anschluss an das Seminar.

Daher empfehlen wir dir, dass du mehrere kurze Seminarbefragungen während des Seminars und diese ein paar Tage später mit einer längeren Umfrage ergänzt. Vergleiche anschließend die Ergebnisse miteinander. Du wirst feststellen, dass du durch diese Methode mehr wertvolle Informationen aus dem Feedback erhältst.

 

Wie sollte eine Seminarbefragung inhaltlich aufgebaut werden?

Grundlegend baust du deine Seminarbefragung immer nach dem Konzept „Einleitung - Hauptteil - Schluss“ auf.

Bereits in der Einleitung musst du das Vertrauen und Wohlwollen deiner Umfrageteilnehmer gewinnen, um offene und ehrliche Antworten auf die gestellten Fragen zu erhalten. Weise daher auf den Zweck der Befragung hin, auch ob die Beantwortung anonym oder personalisiert stattfindet und welchen Einfluss das Feedback auf das Seminar in Zukunft haben wird.

Auch solltest du deine geschäftlichen Kontaktdaten mit E-Mail-Adresse und gegebenenfalls Telefonnummer für die Befragungsteilnehmer angeben, damit diese mit dir Kontakt aufnehmen können.

Als kleiner Tipp: In der Kürze liegt bekanntlich die Würze – halte dich kurz mit deinem Anliegen und freue dich auf das Feedback.

Nach der Einleitung erfolgt der Hauptteil der Seminarbefragung. Dieser kann individuell und frei von dir gestaltet werden. Verwendest du viele Fragen für die Seminarbeurteilung, so solltest du diese in Themenblöcke untergliedern. Dies verschafft dir und den Seminarbewertern eine bessere Übersicht.

Stelle außerdem Fragen mit einfachen Formulierungen, und formuliere keine Doppel-Fragestellung in einer Frage. Diese sind schwer bis gar nicht zu beantworten.

An dieser Stelle geben wir dir eine Auswahl an Möglichen Fragestellungen für deine Seminarbefragung:

Themenblock 1: Organisation & Rahmenbedingungen

Empfanden Sie den Seminarrum als angenehm?

Gab es genügend Stühle und Tische?

Waren genügend Computer vorhanden?

Hat Ihnen das Verpflegungsangebot gefallen?

Wurden alle erforderlichen Arbeitsunterlagen bereitgestellt?

Themenblock 2: Aufbau des Seminars

Wurde das Ziel des Seminars gut kommuniziert?

Konnte der Aufbau und der Ablauf des Seminars das Ziel erreichen?

Gab es ausreichen Pause zwischen den einzelnen Themen?

War der Seminarablauf abwechslungsreich?

Gab es genügend lernfördernde Diskussionsrunden?

Themenblock 3: Inhalt der Veranstaltung

Hatten die Inhalte einen klaren Bezug zum Ziel des Seminars?

Konnten die einzelnen Themen in den vorgegebenen Zeiten ausreichend behandelt werden?

Gab es genügend Praxisbeispiele?

Haben Ihnen die Visualisierungen helfen können, den jeweiligen Inhalt besser zu verstehen?

Wurden Ihre Erwartungen vollständig erfüllt?

Themenblock 4: Beurteilung des Referenten

War der Referent freundlich und zuvorkommend?

Ist der Referent auf die Teilnehmer persönlich eingegangen?

Hat der Referent kompetent und einfach die Inhalte vermitteln können?

Konnte der Referent die Fragen ausreichend beantworten?

Themenblock 5: Praktische Umsetzung

Die gelernten Inhalte sind für mich wichtig und nützlich?

Konnten Sie die gelernten Inhalte bereits gut umsetzen?

Haben Sie konkrete Ziele für die Umsetzung der Inhalte vorgenommen?

Sind ausreichend Anwendungsbeispiele in den Materialien vorhanden?

Themenblock 6: Verbesserungsvorschläge, Lob & Kritik

Themenblock 7: Personenbezogene Fragen

Welches Geschlecht haben Sie?

Welchen Beruf übern Sie derzeit aus?

Was hat Sie motiviert am Seminar teilzunehmen?

Wie wahrscheinlich ist es, dass Sie das Seminar einem Freund oder bekannten empfehlen?

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Lerne deine Seminarteilnehmer besser kennen und passe Inhalte nach ihren Wünschen an.

 

Die anschließende Danksagung bildet den Abschluss des Seminarfragebogens.

Solltest du dich dazu entscheiden mehrere Feedbackbögen für die Bewertung des Seminars einzusetzen, so frage am besten während der Veranstaltung nur nach der Qualität des jeweiligen Programmpunkts.

Zum Abschluss oder ein paar Tage später kannst du die Teilnehmer noch einmal nach Ihrer Meinung in Bezug auf Organisation und Verbesserungswünschen befragen.

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Über den Autor

Dennis Wegner

Dennis Wegner ist CEO von easyfeedback. Bei Dennis dreht sich seit rund 10 Jahren seine Berufswelt darum, einfache und nachhaltige Befragungen zu ermöglichen.

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